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such a moment

es war schön. sie genoss die musik, die sie beide umgab und konnte dabei loslassen. die gedanken an einen fall, an all ihre sorgen. sie sah auf und mulder stand vor ihr. er streckte ihr bedeutsam seinen arm entgegen. zuerst sah sie ihn nur an. einen kurzen moment. dann wurde ihr schnell klar, dass es eine aufforderung war. sie lächelte ihn an. erst etwas irritiert, aber dann völlig ausgeglichen. zögerlich hob sie ihre hand und er griff danach. fest hielt er sie in seinem arm. ihre hand in seiner. er betrachtete sie anders als sonst, als ob er direkt in sie hinein sehen könnte.

scully sah nur noch seine augen, die ihr alles zu sagen schienen. die vielen menschen, die wie gebannt auf die bühne starrten, schienen zu schwinden. nach und nach. die musik wurde immer leiser und scully merkte allmählich, wie ihre gedanken beim anblick ihres partners schwanden. er sah ihr einfach nur in die augen. fast ununterbrochen. sie fühlte sich wie hypnotisiert, von dem glanz seines strahlenden blickes.

sie hörte die musik schon lange nicht mehr. es war, als ob er sie in eine höhle geholt und sie dort von der ganzen welt abgeschirmt hatte. ein moment, der nur ihnen gehörte. sie hatte das gefühl er würde sie mit seinen blicken immer noch näher an sich ziehen. den bruchteil einer sekunde, in der sie von seinen augen abließ, nutzte er nur, um seinen arm noch enger um sie zu legen.

sie hat schon öfters mit einem mann getanzt und es war nicht das erste mal, dass sie dabei ein gefühl der zuneigung für ihren gegenüber empfand. aber dieses mal war es anders. als ob es schon immer so hätte sein müssen. sie, in seinem arm, so eng an seinen körper gedrückt. auch für mulder existierte nichts mehr um sie herum. sein zeitgefühl schien zu schwinden. trotzdem bewegten sie sich im rhythmus der musik immer weiter.

er genoss es, sie so bei sich zu haben. die nähe, die sie ihm in diesem moment schenkte, bedeutete ihm alles. ihr blick, ihre strahlenden augen sagten soviel. und er wusste in diesem moment, dass etwas anders war, als sonst.

soviel zeit hatten sie miteinander verbracht. die letzten jahre kamen ihm auf einmal so verändert vor. als hätte alles genau zu diesem moment führen sollen. als wäre sie das einzige, was jemals wirklich von bedeutung gewesen war. er hatte soviel zeit damit verbracht seine schwester zu finden. natürlich fehlte sie ihm immer noch. manchmal sogar mehr denn je, aber er hatte etwas gefunden, das er niemals zurückgeben würde. einen menschen, der ihm mehr wert war, als sein eigenes leben.

das konzert hatte schon längst sein ende gefunden. die musik im hintergrund kam nur noch aus einer anlage. fast alle leute waren gegangen. nur an der bar saß noch ein etwas älterer herr. weiter hinten im eck saß ein junges pärchen.

die bedienung lief an ihnen vorbei und blickte sie etwas ungläubig an. sie blieb kurz stehen und schaute genauer auf das immer noch tanzende paar.

“wie zwei teenager auf ihrem ersten schulball...” entkam es ihr. mulder wurde aus seiner abwesenheit gerissen. er sah auf. scully lehnte immer noch an seiner schulter. er wollte um nichts in der welt, dass dieser moment je zu ende ging, aber seine partnerin hatte bemerkt, dass er aufgeschaut hatte. sie wich ein stück von seinem hals und sah ihn erneut an. dann sah sie sich um und ihr fiel auf, dass alles still war. ganz leise lief die musik im hintergrund. das konzert musste schon seit einer ewigkeit aus sein. ihre augen hatte sie die ganze zeit geschlossen gehalten und so störte sie das plötzliche gleißende scheinwerferlicht. etwas kniff sie ihre augen zusammen, als mulder ihren blick einfing.

“willkommen zurück” sagte er nur sanft. immer noch seine arme um sie. sie sah ihn an, als wäre sie eben aufgewacht. einmal holte sie tief luft und dann lächelte sie. anders als sonst. als wäre alles, alles, in diesem moment so, wie es sein sollte. als ob es nichts anders gäbe, das sie auch nur annähernd so glücklich machen könnte. mulder nahm seine hand von ihrem nacken und strich ihr eine haarsträhne aus dem gesicht. während er diese hinter ihr ohr schob, betrachtete er ihr gesicht. es war, als ob er diese sekunde für immer in sich aufsaugen wollte. er wusste, irgendwann wird er sie loslassen müssen und war sich fast sicher, dass ein moment wie dieser nicht so bald wiederkommen würde.

nachdem er die strähne hinter ihrem ohr versorgt hatte, fuhr er so zart er konnte mit seiner hand zu ihrem hals. ihre haut fühlte sich an wie, wie ...
er fand nicht mal worte für diese empfindung. sie legte ihre hand auf seine. es war das endgültige zeichen für ihn, dass sie diesen moment genauso genoss wie er selbst. dann fand ihr kopf erneut seinen platz an seiner schulter. mulder löste für einen kurzen moment seine hand von ihrem rücken und gab der bedienung ein zeichen. sie verzog etwas das gesicht, doch folgte sie seinem wunsch.

“sie sahen so aus, als ob sie es nötig hätten.” dachte sie nur beiläufig. es dauerte einen so kurzen moment, als es ertönte. zum zweiten mal an diesem abend. scully vernahm den klang des liedes, bei welchem sie sich vor kurzer zeit völlig von der irdischen welt gelöst hatte. mulder konnte es kaum, aber er schob sie ein minimales stück von sich weg. es war als ob ein schauer durch seinen ganzen körper fuhr, als er ihren nicht mehr an sich spürte. scully zuckte leicht zusammen, doch als sie dann wieder seinen blick sah, war ihr bewusst, was er tat. er beugte sich ein stück herunter. immer ihre reaktion im auge. und als war ihr so nahe war, dass sie schon förmlich ihre lippen auf seinen erahnen konnte, schloss er die augen. scully hob nur ihren kopf ein stück und gab sich ihm völlig hin. zuerst strich er nur vorsichtig mit seinen über ihre lippen. er wollte dieses erste mal so lange wie möglich hinauszögern. sie streckte sich ihm entgegen. immer mehr, bis es kein zurück mehr gab. er ließ seinen lippen über ihre gleiten. erst sanft und dann immer ernsthafter. sie öffnete ihren mund und ließ ihn zu sich. seine zunge strich über ihre lippen. so zart, dass sie vor erregung hätte schreien können. sie legte ihre arme um seinen hals, um ihn noch enger an sich zu drücken. es war ein spiel ihrer zungen, in dem sie nach seiner suchte. als sie sich trafen, begann sie leicht zu zittern, nur innerlich. es schien nur ein moment zu sein, der nie enden sollte, doch dann entfernte sie sich zaghaft von ihm. er küsste sie immer weiter. auf ihr gesicht, entlang ihrer stirn bis hin zu ihrem hals. und dann hielt er sie einfach nur noch fest. so, als hätte er angst, dass es nur ein traum war und er jeden moment aufwachen würde. noch etwas zeit verstrich, als er diesen moment noch ein letztes mal realisierte. dann ließ er sie los. vorsichtig. er wollte sie einfach nur ansehen und hören, was sie sagen würde. es waren keine worte nötig. wieder sagten ihre augen alles. und während der klang der musik im hintergrund verstummte, nahm er ihre hand und legte sie auf seine wange. er schloss seine augen und flüsterte nur "gehen wir, ja?”

scully schenkte ihm nochmals einen ihrer betörenden augenaufschläge, als sie sich dann zum ersten mal umsah. scully drehte sich um, in dem glauben, ihrem partner nie wieder in die augen sehen zu können. sie lief ein stückchen vor ihm. seine hand ruhte auf ihrem rücken. die bedienung sah ihnen etwas bedrückt nach. sie empfand keine eifersucht, nur war sie von der situation so ergriffen, dass sie am liebsten ihren tränen freien lauf gelassen hätte. so etwas hatte sie noch nie gesehen. liebe,... dieses wort reichte nicht, um es zu beschreiben.

sie verließen das lokal. kurz dachte sie nach... ob das geschehene ein fehler gewesen sein könnte. doch als sie am auto war, und er ihr auf die beifahrerseite folgte und ohne auch nur ein wort sie erneut küsste, wusste sie, dass es das einzig richtige war. das es kein besserer zeitpunkt hätte sein können. das alles genau so, genau zu dieser sekunde so passieren musste.
er küsste sie so, als hätte er sein leben lang nichts anderes getan.